Gotteshäuser in der Innenstadt

8. Gotteshäuser in der Innenstadt (Rundgang Innenstadt)

Route/Stationen:

Neue Synagoge – Reformierte Kirche an der Brühlschen Terrasse – Frauenkirche – Jüdenhof am Neumarkt (Johanneum) – Kreuzkirche – alte Kreuzschule – Neues Rathaus (Standort der ersten reformierten Kirche in Dresden) – zweite reformierte Kirche am heutigen Dr.-Külz-Ring – Privatsynagogen (Webergasse/Zahnsgasse) – Standort der Sophienkirche/Gedenkstätte Busmannkapelle – Taschenbergpalais (Hauskapelle St. Constantia/später: Hauskapelle Zum heiligen Kreuz, 1945 zerstört) – erste öffentliche katholische Hofkirche nach der Reformation in Dresden im Komödienhaus am Taschenberg – Kathedrale Ss. Trinitatis (ehemalige Katholische Hofkirche)

– evtl. in der Inneren Neustadt: Dreikönigskirche – fast gegenüber: Standort der katholischen Pfarrkirche St. Franziskus Xaverius (1945 zerstört) an der Hauptstraße.

Dauer:

ca. 2,5 – 3 Stunden, mit Innerer Neustadt/Dreikönigskirche ca. 3,5 Stunden.

Gotteshäuser Dresden in der Innenstadt (Rundgang Innenstadt)

Blick zur historischen Innenstadt/Inneren Altstadt stromaufwärts von der Marienbrücke aus, links das Neustädter Elbufer und die Augustusbrücke über die Elbe, dahinter die Kunstakademie an der Brühlschen Terrasse, rechts davon die Frauenkirche am Neumarkt, dann das Neue Ständehaus am Schloßplatz, rechts die Kathedrale Ss. Trinitatis (ehemalige Hofkirche), dahinter der Turm des Neuen Rathauses am Altmarkt, rechts von der Kathedrale der Hausmannsturm des Residenzschlosses, dann der Turm der Kreuzkirche am Altmarkt, ganz rechts die Semperoper

Beginn an der Neuen Synagoge (fertiggestellt 2001) am Hasenberg:

(Straßenbahnhaltestelle der Linien 7 und 3: „Synagoge“ oder vor dem Eingang zum Synagogen-Gelände) an der Brühlschen Terrasse.

(Führungen in der Neuen Synagoge können beim Hatikva e.V. bestellt werden.)

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erinnert ein Gedenkstein (1975) von Friedemann Döhner in Form einer Menora an die Alte Synagoge von Gottfried Semper, die ein Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 geworden war. Die üblicherweise siebenarmige Menora hat nur sechs Arme, die an die ca. sechs Millionen Opfer des Holocaust erinnern sollen.

Reformierte Kirche an der Brühlschen Terrasse:

Am Weg auf die Brühlsche Terrasse steht das ehemalige Hofgärtnerhaus, seit 1956 Gemeindezentrum der ev.-reformierten Gemeinde in Dresden. Der Gottesdienstraum befindet sich in einer der Kasematten der Hasenbastion (einem älteren erhaltener Teil der Festung Dresden im Inneren der Bastion Venus der Brühlschen Terrasse),

weiter zur Frauenkirche am Neumarkt:

dem vierten Kirchbau an dieser Stelle nach einem romanischen, einem gotischen und dem barocken, 1945 zerstörten, Vorgängerbau von George Bähr von 1743. Der Wiederaufbau der Frauenkirche erfolgte von 1994 – 2005.

Am 30.10.2005, dem Vortag des Reformationsfestes, war sie durch Landesbischof Jochen Bohl, Landesbischof i. R. Dr. Johannes Hempel und Landesbischof i. R. Volker Kreß neu geweiht worden.

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Die Frauenkirche am Neumarkt

Der unmittelbar an den Neumarkt angrenzende Platz mit den Namen Jüdenhof bewahrt die Erinnerung an ein jüdisches Gotteshaus, das schon vor Jahrhunderten dem Neubau des kurfürstlichen Stalles (heute Museum Johanneum/Verkehrsmuseum) weichen mußte.

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Blick vom Jüdenhof zur Frauenkirche am Neumarkt, links das Johanneum (heute Verkehrsmuseum), rechts der Türkenbrunnen (Friedensbrunnen) von 1683

Kreuzkirche am Altmarkt:

Die Kreuzkirche am Altmarkt ist der vierte Kirchbau an dieser Stelle, ursprünglich war sie dem heiligen Nikolaus geweiht.

Im Jahre 1234 kam durch Constanze von Österreich, Gemahlin von Markgraf Heinrich dem Erlauchten von Meißen, ein Splitter vom „wahren Kreuz Christi“ nach Dresden, für den 1319 an der Nikolaikirche“ eine Kapelle eingerichtet worden war. Der Name der Kreuzkapelle wurde im Laufe der Zeit auf die ganze Kirche übertragen, die 1388 durch den Bischof von Meißen Nikolaus I. neu auf den Namen „Kirche zum heiligen Kreuz“ geweiht wurde.

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Die Kreuzkirche zu Dresden von Süden

Die heutige Kreuzkirche entstand 1764 – 1800. Im Jahre 1792 war sie geweiht worden. 1945 war sie ausgebrannt, der Wiederaufbau/-ausbau war 1955 abgeschlossen. Am 13.02.1955, dem 10. Jahrestag der Zerstörung Dresdens, wurde sie duch den sächsischen Landesbischof Gottfried Noth neu geweiht.

Im Jahre 1539 war im Herzogtum Sachsen die Reformation durch Herzog Heinrich den Frommen eingeführt worden.

Ein Relief (1900) von Heinrich Epler in der Predella des Altares zeigt eine Darstellung des ersten lutherischen Abendmahles in der Kreuzkirche am 6. Juli 1539 in Gegenwart von Herzog Heinrich dem Frommen.

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Der Altar der Kreuzkirche zu Dresden

Der bedeutendste Moderator des revolutionären Geschehens im Herbst 1989 in Dresden war der damalige ev.-luth. Superintendent von Dresden-Mitte, Christof Ziemer, dessen Predigtstätte die Kreuzkirche war. Der Dresdner Uwe Tellkamp hat ihm in seinem Roman „Der Turm“ ein literarisches Denkmal als Superintendent Rosenträger gesetzt.

Aus dem 69. Kapitel des ‚Turmes‚, „Wetterleuchten„: „Kreuzkirche, Mauersberger-Programm… Rosenträger betrat die Kanzel…“

Die Kreuzkirche ist die ev.-luth. Hauptkirche der Stadt, Predigtkirche des Landesbischofs und die Heimstatt des Dresdner Kreuzchores.

Südlich der Kreuzkirche stand das Gebäude der alten Kreuzschule, in der auch Richard Wagner als Kreuzschüler Latein und Altgriechisch pauken mußte. Aus der Kreuzschule hervorgegangen ist das heutige Evangelische Kreuzgymnasium in Dresden-Striesen. Den Haupteingang des Schulgebäudes ziert auch heute der alte Ehrenname der Schule: schola crucis – schola lucis, Schule des Kreuzes – Schule des Lichtes.

Dem Bau des Neuen Rathauses 1905 – 10, gleich östlich gelegen, mußte die erste reformierte Kirche in Dresden weichen.

Eine zweite reformierte Kirche stand an der Ringstraße, dem heutigen Dr.-Külz-Ring.

Vom Altmarkt nach Westen, heute durch die Altmarktgalerie führend, verlaufen die Webergasse und die Zahnsgasse, an denen sich noch jüdische Privatsynagogen lokalisieren lassen, u. a. befand sich eine im Gebäude der Arnoldischen Buchhandlung auf der Webergasse 2.

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Blick vom Turm des Neuen Rathauses nach Nordwesten zur Kreuzkirche, rechts der Altmarkt mit der Webergasse nach Westen


Sophienkirche/Busmannkapelle:

Westlich vom Altmarkt gelangt man in der Nachbarschaft des Zwingers zu Dresden zum Standort der Sophienkirche mit der Gedenkstätte Busmannkapelle. Die Sophienkirche war als Franziskanerklosterkirche errichtet worden und wurde 1737 evangelische Hofkirche. 1945 ausgebrannt, wurde sie 1962/1963 abgerissen, da eine gotische Hallenkirche „entbehrlich“ für die „Barockstadt Dresden“ sei.

Organist an der Sibermannorgel (1945 vernichtet) der Sophienkirche war 1733 – 1746 Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs. J. S. Bach war 1736 zum Hofcompositeur August III. ernannt worden.

Ausstattungsstücke der Sophienkirche schmücken heute die Kreuzkirche oder sind im Stadtmuseum im Landhaus ausgestellt.

  • Der von Hofbildhauermeister Giovanni Maria Nosseni entworfene Altar der Sophienkirche (Nosseni-Altar) hatte beschädigt die Bombenangriffe von 1945 überstanden, war eingelagert worden und wurde 2002 in der Loschwitzer Kirche von George Bähr, dem Architekten der Frauenkirche, wieder aufgestellt.

Taschenbergpalais:

Im Taschenbergpalais (ab 1719 Kronprinzenpalais) ließen bereits Kurprinz Friedrich August (später König August III. von Polen) und dessen Gemahlin Maria Josepha eine katholische Kapelle einrichten. 1745 – 51 wurde eine zweite Kapelle im Mittelflügel des Hauptgebäudes errichtet, die den Namen St. Constantia trug, womit offenbar die „Schmach“ getilgt werden sollte, die das Haus als Mätressenwohnsitz der Gräfin Cosel zur Zeit August des Starken „auf sich geladen“ hatte. Nach dem Siebenjährigen Krieg wurde 1763 – 65 ein Erweiterungsbau an das Palais angefügt mit der dritten Kapelle im Gebäude „Zum heiligen Kreuz“.

Die Kapelle Zum heiligen Kreuz im Taschenbergpalais war 1945 zerstört worden, während des Wiederaufbaus des Gebäudes ab 1992 als Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden erstand sie als Mehrzweck-Veranstaltungssaal neu.

Residenzschloss:

August der Starke hatte nach seiner Konversion zur katholischen Kirche 1697 eine erste, allerdings gänzlich private katholische Hofkapelle 1699 für sich und die katholischen Bediensteten des Hofes im Residenzschloss im Audienzsaal für die auswärtigen Gesandten einrichten lassen.

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Das Residenzschloss, rechts die Fassade des Taschenbergpalais

Komödienhaus am Taschenberg:

Die erste öffentliche katholische Hofkirche in Dresden nach der Reformation wurde am Gründonnerstag (05. April) 1708 durch den Beichtvater Augusts des Starken, Pater Karl Moritz Vota (1629 – 1715), SJ, „Erster Hofkaplan, Königlicher Beichtvater und Apostolischer Präfekt der Mission von ganz Sachsen“, im ehemaligen Komödienhaus am Taschenberg eingeweiht.

Schon 1708 hatte der Kaplan der Hofkirche, Pater Elias Broggio (1668 – 1737) ,SJ, in Böhmen Sänger und Instrumentalisten für die neue Hofkirche in Dresden geworben. Das ist der Anfang des Kapellknabeninstitutes und einer Lateinschule, aus der das St. Benno-Gymnasium hervorgegangen ist.

Geistliches Haus an der Schloßstraße:

Das Kapellknabeninstitut befand sich bis zur Zerstörung 1945 im Geistlichen Haus an der Schloßstraße, in dem auch die Dompropstei der ehemaligen Hofkirche (seit 1980 Kathedrale Ss. Trinitatis) beheimatet war. 2012 eröffnete  am selben Standort das Swissotel.

  • Die erste öffentlich zugängliche katholische Hofkapelle  des Dresdner Hofes nach Einführung der Reformation im Herzogtum Sachsen war – abseits der Residenz – 1699 in der Schlosskapelle im Jagdschloss in Moritzburg eingerichtet worden. Die Weihe erfolgte am Weihnachtsfest (25.12.) 1699 durch Pater Karl Moritz Vota. Für die Kapelle wurde ein ständiger Geistlicher bestellt, der in Dresden geborene Johann Paldam, (1674 – 1735), SJ, der in Rom studiert hatte.

Residenzschloss/Schlosskapelle:

Im Residenzschloss ist die alte evangelische Schlosskapelle wiedererstanden, in der Johann Walter und Heinrich Schütz als Hofkapellmeister gewirkt hatten.

Hofkirche/Kathedrale Ss. Trinitatis:

Ab 1739 entstand am heutigen Schlossplatz die Katholische Hofkirche Gaetano Chiaveris, seit 1980 Kathedrale des Bischofs von Dresden-Meißen.

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Die Kathedrale Ss. Trinitatis (ehemalige Hofkirche), rechts die Semperoper am Theaterplatz

Am 28. Juli 1739 wurde der Grundstein für den „gewissen Bau in unserer Residentz nahe der Vestung(so der Text eines Reskripts König Augusts III. vom 18. September 1738 an das Kammer-Collegium)  durch Prälat Ignatius (Joseph Raimund?) Graf Accoramboni (1706 – 1793) unter Assistenz des Pfarrers der Hofkirche, Pater Michael Gruber, SJ (1688 – 1751), gelegt. Anwesend waren (nur) der Architekt Gaetano Chiaveri und seine Arbeiter. Der Hof weilte zur Kur in Teplitz.

Die italienischen Bauleute errichteten unmittelbar westlich neben der Baustelle (auf dem/am heutigen Theaterplatz) eine kleine Wohnsiedlung für sich selbst und Steinmetzhütten. Die kleine Siedlung wurde von der Dresdner Bevölkerung schnell Italienisches Dörfchen genannt. Die 1913 fertiggestellte Gaststätte gleichen Namens an der Elbseite des Theaterplatzes erinnert daran.

Gotteshäuser Dresden in der Innenstadt (Rundgang Innenstadt)

Der Hochaltar der Kathedrale Ss. Trinitatis zu Dresden, Hochaltarbild (1752 – 62) „Himmelfahrt Christi“ von Anton Raphael Mengs, Kruzifix und Altarleuchter („Hochaltarschatz“, 1752 – 56) vom „artificosus aurifaber aulicus“ (dem kunstreichen Hofgoldschmied) Georg Ignatius Christof Baur, Augsburg (geb. in Biberach), aufgestellt erst 1767 nach dem Siebenjährigen Krieg unter Kuradministrator Prinz Xaver

Die Weihe der Hofkirche zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit (Ss. Trinitatis) erfolgte am 29. Juni 1751, dem Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus.

Den Weihegottesdienst leitete der Bautzner Domdekan Bischof Jakob Johann Joseph Wosky von Bärenstamm (1692 – 1771), die eigentliche Weihehandlung nahm der apostolische Nuntius im Königreich Polen, akkreditiert in Dresden, Erzbischof Alberico Graf von Archinto (1698 – 1758), vor.

Der Weihegottesdienst begann am 29. Juni 1751 früh um 7 Uhr unter Anwesenheit Augusts III. von Polen und seiner Gemahlin Maria Josepha und dauerte bis 12 Uhr. Anschließend war ein großes Festessen.

Am nächsten Tag, dem 30.06.1751, weihte Bischof Jakob Johann Joseph Wosky von Bärenstamm die acht Nebenaltäre der Kirche.

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Kathedrale Ss. Trinitatis, Bennokapelle, Altar mit Altarblatt (1752) „Der hl. Bischof Benno von Meißen predigt den Sorben“ von Stefano Torelli

Der König ließ aus Anlass der Weihe eine Medaille prägen, die die Aufschrift trägt: „Deo uno et trini“ – Gott, dem Einen und Dreifaltigen.

1754 wurde die Inschrift am Turm angebracht:

D.O.M.sacr.hanc aedem AUGUSTUS III condidit MDCCLIVGott, dem Besten und Größten („Deo Optimo Maximo„), hat diesen heiligen Tempel August III. errichtet 1754.

1755 war die Silbermannorgel vollendet. Die geplante barocke Ausmalung der Decken des Hauptschiffes und der Seitenschiffe ist nie begonnen worden.

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Kathedrale Ss. Trinitatis, Dresden, Blick zur Orgel- und Chorempore und der letzten und größten Silbermannorgel von 1755

Aus der alten Hofkirche am Taschenberg wurden in den Neubau übernommen: die Kanzel von Balthasar Permoser, das Hochaltarbild mit einer Darstellung der Dreifaltigkeit von Giovanni Antonio Pellegrini, das sich heute im Prozessionsumgang hinter dem Hochaltar gegenüber der Sakristei befindet, die 14 Kreuzwegbilder von Stefano Torelli, der Taufstein mit vergoldetem Metalldeckel von Balthasar Permoser sowie die Statuen (Lindenholz) der Kirchenväter Ambrosius und Augustinus von Balthasar Permoser.

Die Hofkirche war 1945 ausgebrannt, die Deckengewölbe waren eingestürzt. Der planmäßige Wiederaufbau begann im Herbst 1945. Am 8. Juli 1962 weihte der Bischof von Meißen, Dr. Otto Spülbeck, den neuen Hochaltar. Die im Herbst 1944 ausgelagerte Silbermannorgel konnte am 30. Mai 1971 durch Bischof Gerhard Schaffran neu geweiht werden. An der Orgel war Domorganist Hansjürgen Scholze.

  • Auf der dem Residenzschloss zugewandten Balustrade der Hofkirche, insgesamt ist sie mit 78 Heiligenfiguren von Lorenzo Mattielli geschmückt, steht eine Darstellung des heiligen Johannes von Nepomuk, des Schutzpatrons Böhmens, der als Generalvikar des Prager Erzbischofs Jan z Jenstejna (1349 – 1400) auf der Karlsbrücke über die Moldau in Prag 1393 den Märtyrertod erlitten hatte.
  • Jan z Jenštejna (Johann von Jenzenstein oder Jenstein) war 1376 – 1379 Bischof von Meißen und 1379 – 1396 Erzbischof von Prag, ging 1399 nach Rom, wo er zum Patriarchen von Alexandrien ernannt wurde. Gestorben ist er im Jahre 1400 in Rom.
Gotteshäuser Dresden in der Innenstadt (Rundgang Innenstadt)

Pieta (1976) von Friedrich Press aus Meißner Porzellan in der Gedächtniskapelle (ehemalige Johannes-Nepomuk-Kapelle) der Kathedrale zu Dresden für die Opfer der Bombenangriffe vom 13./14. Februar 1945 auf Dresden und für alle Opfer ungerechter Gewalt

Nur wenige Meter vor dem Haupteingang der Kathedrale/Hofkirche zur Augustusbrücke hin fließen die Wasser von Elbe und Moldau, die sich in Melnik vereinigt haben. Mehrere Tage braucht das Wasser der Moldau von Prag bis Dresden. Nur wenige Stunden später fließt es in Meißen unterhalb des Domes St. Johannis et Donati vorbei.

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Altstadtansicht Dresdens vom Neustädter Elbufer in der Innenstadt aus, auf der Elbe ein Personendampfer der Sächsischen Dampfschiff-Fahrt, links das Neue Ständehaus von Paul Wallot am Schloßplatz, rechts davon das Georgentor und der Hausmannsturm des Residenzschlosses, in der Bildmitte die Kathedrale Ss. Trinitatis, rechts die Augustusbrücke über die Elbe, dahinter das Galeriegebäude von Gottfried Semper der Gemäldegalerie Alte Meister, ganz rechts das Bühnenhaus der Semperoper

Der Rundgang kann fortgesetzt werden (oder auch Straßenbahnfahrt bis zum Albertplatz, Linie 8 ab Schlossplatz) über die Augustusbrücke in die

Innere Neustadt mit der Dreikönigskirche an der Hauptstraße:

In der Dreikönigskirche befinden sich ein Barockaltar von Benjamin Thomae und der Dresdner Totentanz, wohl 1534 entstanden, das älteste erhaltene Werk der Bildhauerkunst in Dresden.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand die 1945 zerstörte katholische Pfarrkirche der Inneren Neustadt, St. Franziskus Xaverius.

  • Katholische Gottesdienste nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 fanden im lutherischen Dresden in den Hauskapellen der kaiserlichen und französischen Gesandten statt. Die kaiserliche Gesandtschaft befand sich im Gasthaus „Goldener Adler“ auf der Seegasse.Die französische Gesandtschaft lag an der Töpfergasse (Fortsetzung der heutigen Augustusstraße nach Osten, heute Standort des Hotels Hilton Dresden). Später residierte der kaiserliche Gesandte am Neumarkt, dann an der Scheffelgasse und ab 1739 in der Inneren Neustadt. Die dortige Gesandtschaftskapelle ist der Ursprungsort der katholischen Pfarrkirche St. Franziskus Xaverius. Die katholische Gemeinde gleichen Namens nutzt seit Mai 1945 den katholischen Teil der ehemaligen Garnisonskirche St. Martin (1945 nicht getroffen) in der Albertstadt, nördlich der Äußeren Neustadt gelegen.

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Liste der Sakralbauten in Dresden

Verlorene Kirchen in Dresden

Seiten:

In memoriam Prof. Eberhard Hempel, Literatur,

insbesondere:

Bistum Dresden-Meissen, hrsg. vom Bistum Dresden-Meißen, Leipzig (Benno), 1994,

Seifert, Siegfried/Ullmann, Klemens, Katholische Hofkirche Dresden, Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen, 1. Auflage, Leipzig (Benno), 2000.

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