Zeitzeugnis Herbst: Dresden 1989

10. Zeitzeugnis: Herbst 1989

„Wende“, „friedliche“ Revolution, Zusammenbruch des Ostblocks, Implosion des sozialistischen Staatenbundes, Sieg der Konterrevolution oder (schlicht): Paradigmenwechsel/Zeitenwende – oder alles zusammen?

Rundgang Innenstadt

Stationen:

Hauptbahnhof – Prager Straße – Altmarkt (Kreuzkirche) – Theaterplatz (Semperoper) – Schlossplatz (Kathedrale Ss. Trinitatis, Augustusbrücke) – Brühlsche Terrasse (Blick zur Inneren Neustadt) – Neumarkt (Frauenkirche) – Stadtmuseum (Landhaus) – Neues Rathaus.

(Zu diesem Themenkomplex stehe ich Ihnen auch gern zu einem Vortrag/einer Gesprächsrunde mit reichhaltigem Bildmaterial zur Verfügung.)

Dresden, Plauen im Vogtland und Leipzig waren die herausragenden Zentren der politischen und geistigen Veränderungen, Umwälzungen und Umbrüche im Wende„-Herbst 1989 in der DDR.

Zeitzeugnis Herbst: Dresden 1989

Blick vom Neustädter Elbufer auf die historische Altstadt, links die Brühlsche Terrasse mit der Sekundogenitur, dahinter stadtwärts das Neue Ständehaus mit Turm und der Hausmannsturm des Residenzschlosses, am Schlossplatz, fast in der Bildmitte, der Altstädter Brückenkopf der Augustusbrücke und die Kathedrale Ss. Trinitatis (ehemalige Hofkirche), dahinter ein Teil des Galeriegebäudes von Gottfried Semper der Gemäldegalerie Alte Meister am Theaterplatz, rechts die Semperoper

Michail Sergejewitsch Gorbatschow propagierte Perestroika und Glasnost, in der DDR wurde die sowjetische Zeitschrift „Sputnik“ verboten und Prof. Kurt Hager, Chefideologe der SED (oder doch nur „Vorzeigeideologe“?), meinte: wenn der Nachbar seine Wohnung tapeziere, müsse man nicht auch gleich selbst die Tapeten wechseln.

Ursachen, die zu den Entwicklungen im Herbst 1989 führten, mag man viele finden, Auslöser der revolutionären Veränderungen war die Massenflucht im August 1989 über Ungarn (Paneuropäisches Picknick am 19. August in Sopron).

Dann folgte die Besetzung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag und schließlich die Zugdurchfahrten von Ausreisenden über das Gebiet der DDR und durch den Dresdner Hauptbahnhof, beginnend am Sonntag, dem 1. Oktober 1989.

Wichtige Voraussetzungen für den Erfolg der revolutionären Bemühungen in der DDR und in Osteuropa waren das Aufgreifen der Idee vom gemeinsamen europäischen Haus durch Michail S. Gorbatschow und seine „Sinatra-Doktrin„.

Am Dienstag, dem 3. Oktober, kam es zu Besetzungen durch Ausreisewillige der Dreikönigskirche in der Inneren Neustadt (32 Personen), der Kreuzkirche am Altmarkt (54 Personen) und der Kathedrale Ss. Trinitatis am Schlossplatz (31 Personen).

Am 3. Oktober erfolgte auch die Aussetzung des pass- und visafreien Reiseverkehrs für DDR-Bürger in die CSSR, dem letzten Ostblockland, das für DDR-Bürger überhaupt noch legal zu erreichen war.

Am Abend des 3. Oktober versammelten sich ca. 2000 Menschen am Dresdner Hauptbahnhof, darunter viele Ausreisewillige, aber zunächst auch viele „nur“ neugierig Zuschauende.

Überwiegende Meinung der Beobachter dürfte aber schon zu diesem Zeitpunkt gewesen sein: So weit ist es also gekommen.

Zeitzeugnis Herbst: Dresden 1989

Prager Straße, Blick Richtung Hauptbahnhof, rechts die Ibis-Hotels Bastei und Königstein, links hinten Pullman Hotel Newa, erbaut in den 1970er Jahren

 

Am Morgen des 4. Oktober (Mittwoch) wurde der Hauptbahnhof zum zweiten Male per Schlagstock durch Mannschaften der Offiziershochschule der Bereitschaftspolizei Dresden geräumt.

Am Nachmittag des 4. Oktober fanden sich wieder je ca. 50 Personen in der Kreuzkirche und in der Kathedrale Ss. Trinitatis ein. Ab 18.45 Uhr wurden am Hauptbahnhof Pflastersteine, Brandsätze und andere Gegenstände geworfen. Die Ansammlung wuchs nach 20.00 Uhr auf über 20 000 friedliche Demonstranten, aber auch Randalierer an.

Am Donnerstag, dem 5. Oktober kamen am Dresdner Hauptbahnhof erstmals Hundertschaften der Nationalen Volksarmee zum Einsatz.

Am 4. Oktober erfolgten 225 Festnahmen, am 5. Oktober noch einmal 207. Auch am 6. und am Sonnabend/Samstag, 7. Oktober, dem vierzigsten Gründungstag der DDR, erfolgten weitere Festnahmen von nochmals mehreren hundert Menschen.

Nicht nur Randalierer oder sonst gewaltbereite Täter wurden inhaftiert, sondern leider auch völlig gewaltfrei Demonstrierende und unbeteiligte Passanten. In den Zuführungspunkten und Gefängnissen kam es zu Überreaktionen (Prügel etc.) der Vollzugsbeamten, die offenbar selbst völlig überreizt waren.

Deutlich wahrnehmbar wurde auf den Straßen und Plätzen der Stadt nach zunächst noch zumeist völlig stummem (sprachlosem) Protest, einem „Einfach-da-Sein“, sowie den wütenden, verzweifelten, aber natürlich völlig kontraproduktiven Aggressionen, das Zur-Sprache-Finden von immer mehr Demonstranten:

Da war zunächst der Ruf: „Wir bleiben hier – Reformen wollen wir!“ (im Gegensatz zum vorherigen: „Wir wollen raus!„) und die nachdrücklich vorgetragene Feststellung: „Wir sind das Volk!„, adressiert an die, die immer im Namen eben desselben zu sprechen und zu handeln behauptet hatten, sowie der Ruf: „Gorbi hilf!

Interessant bleibt, dass in diesen Tagen von den Demonstrierenden oft ausgerechnet die Internationale gesungen wurde: „Wacht auf, Verdammte dieser Erde…“, „…auf zum letzten Gefecht…“, ebenso aber auch: „We shall overcome“ und „Dona nobis pacem„.

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Prager Straße, Skulptur „Völkerfreundschaft“ (1986) von Wolf-Eike Kuntsche und Peter Bergmann vor dem Ibis-Hotel Lilienstein

Bis zum 6. Oktober kam man zum Hauptbahnhof, um neugierig zu schauen, um sich zu treffen, um zu sehen, ob irgendetwas passieren würde, hoffend, dass sich da irgendetwas Positives entwickeln werde, dass irgendetwas geschehen würde.

Am 7. Oktober fand das Abwarten und Verharren ein Ende, das Volk hatte seine Sprachlosigkeit und Passivität überwunden und fand, nunmehr selbst agierend, seinen Weg. Der erste Demonstrationszug Richtung Innenstadt begann.

Beeindruckend war die Entwicklung zu schließlich völliger Gewaltlosigkeit (Verzicht auf physische Gewalt), so dass festzustellen ist: die Revolution von 1989/1990, die schließlich zum Sturz des SED-Regimes führte, war keineswegs friedlich, aber frei von physischer Gewalt.

Der psychische Druck, den die demonstrierenden Massen vor den Augen der Weltöffentlichkeit erzeugten, war ebenso enorm wie die zunehmend immer präziser werdenden Forderungen – aber in dieser Revolution bestand seit dem 9. Oktober in Dresden ein geheimnisvoller und zutiefst wunderbarer Konsens zwischen beiden Seiten, keine physische Gewalt einzusetzen.

Dafür stehen in Dresden zuvorderst die zehntausenden friedlichen Demonstranten, die um Vermittlung bemühten Vertreter der Kirchen, insbesondere aber auch der damalige 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Dresden, der spätere letzte SED-Ministerpräsident der DDR, Hans Modrow, und der damalige Dresdner Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer (SED).

Die Kapläne Frank Richter und Andreas Leuschner forderten am 8.10. aus der Demonstration heraus am Hauptbahnhof auf der Prager Straße einen Dialog zwischen Demonstranten und staatlichen Vertretern, um Gewalt zu verhindern. Hier, in der Nähe des Interhotels Newa, kam es zu einem ersten Gespräch mit dem Polizeioffizier Detlef Pappermann.

Landesbischof Dr. Johannes Hempel, Oberlandeskirchenrat Reinhold Fritz und Superintendent Christof Ziemer (Dresden Mitte) boten sich in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer als Vermittler zwischen Bevölkerung und Staatsmacht an.

Der katholische Bischof von Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, stellte auch seine Kathedrale (Bischofskirche) für Informationsveranstaltungen, die er selbst begleitete, zur Verfügung und war ebenfalls vermittelnd tätig.

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Kreuzkirche am Altmarkt, dahinter der Turm des Neuen Rathauses

Hans Modrow meinte später: „Da die Demonstranten Gewaltlosigkeit zum Prinzip ihrer Aktionen erhoben hatten, konnte und mußte ein Weg gesucht und gefunden werden, um die Gewaltlosigkeit zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften herzustellen.“ (Hans Modrow: Aufbruch und Ende, S. 15 – 17, Hamburg, 1991)

Die miltärischen Befehlshaber vor Ort, Generalmajor Raimund Kokott und der Chef der Militärakademie Friedrich Engels, Dresden, Generalleutnant Manfred Gehmert, teilten nach Einschätzung tagelanger Entwicklung diese Auffassung. Ihnen gelang es auch, den Chef der BDVP (Bezirksdirektion der Deutschen Volkspolizei), Generalleutnant Willi Nyffenecker, ebenfalls von diesem neuen Kurs zu überzeugen.

Hans Modrow konnte später (am 11.12.1996 vor der 4. Strafkammer des Landgerichtes Dresden) erklären: „Zur Geschichte des Oktober 1989 gehört vor allem die Tatsache, dass der Bezirk Dresden der erste in der gesamten Republik war, in dem Gewaltlosigkeit erreicht worden ist, woran die Verantwortlichen dieses Bezirkes einen entscheidenden Anteil haben.“ (HAIT, Modrow-Prozess, S. 6). – Ich denke, dies ist sein größtes Verdienst.

Hans Modrow: Die Angst unseres Apparates habe zu Entgleisungen geführt. Seine eigene Haltung sei von Überforderung der Gefühle und Handlungsunfähigkeit geprägt gewesen. „Ehe ich begriff, dass es sich bei den tatsächlich als ‚zugeführt‘ Gemeldeten um Hunderte von Verhafteten handelte und also etwas nicht stimmen konnte – es brauchte leider Tage!“ (Hans Modrow: Ich wollte ein neues Deutschland, S. 295 und 307)

Am Abend des 8. Oktober kam es auf der Prager Straße (Nähe Hauptbahnhof) aus einer Demonstration heraus auf Anregung von Kaplan Frank Richter zur spontanen Gründung der Gruppe der 20. Auf der Prager Straße wurde aus der Menge heraus ein Themen-/Forderungskatalog für das von Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer für den nächsten Morgen 9.00 Uhr (am Montag, dem 9.11.1989) angebotene Gespräch formuliert:

Reisefreiheit, Pressefreiheit, Einführung eines Zivildienstes, Legalisierung des neuen Forums, offener und gewaltfreier Dialog in der Gesellschaft, Wahlfreiheit (!).

Dabei war sicher längst nicht allen bewußt, was damit erreicht werden sollte/werden würde: Abwahl der „beharrlich“ regierenden SED, Beseitigung des Machtmonopols dieser „plebejischen Ordensmonarchie(Friedrich Dieckmann), Recht auf friedliche Demostrationen, Freilassung der politischen Gefangenen, besonders derjenigen, die im Laufe der letzten Tage in Dresden inhaftiert worden waren.

Am nächsten Tag begannen die „Dresdner Rathausgespräche“ mit Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer. Für Kaplan Frank Richter, der als katholischer Priester nicht politisch aktiv werden wollte/sollte, kam Dr. Herbert Wagner in die Gruppe der 20, 1990 der erste frei gewählte Dresdner Oberbürgermeister (CDU) nach Gründung der DDR.

Zeitzeugnis Herbst: Dresden 1989

Neues Rathaus, Festsaalflügel und Rathausturm

Die Entscheidung in Dresden für einen friedlichen (gewaltfreien) Dialog dürfte, wie auch die zunehmende Bereitschaft im Politbüro der SED, eine „chinesische Lösung“ zu vermeiden und schließlich Erich Honecker abzusetzen (17.10.1989), wohl zumindest „mitgeholfen“ haben, dass von Gewaltanwendung/Schusswaffengebrauch am Montag, dem 09.10.1989, in Leipzig gelegentlich der Montagsdemonstration mit geschätzt ca. 70 000 Teilnehmern Abstand genommen wurde, wozu auch ein vornehmlich vom damaligen Gewandhauskapellmeister Kurt Masur, der zuvor auch Chefdirgent der Dresdner Philharmonie gewesen war, mitinitiierter Aufruf zur Gewaltlosigkeit beigetragen hatte, wie auch die Einsicht, dass einer derartigen Menschenmenge mit dem vorhandenen Aufgebot an Einsatzkräften nicht beizukommen sei – ganz abgesehen vom Echo der Weltöffentlichkeit. (Mehrere Faktoren wirkten sich hier also günstig aus.)

Die Ereignisse am 8./9. Oktober in Dresden („das Wunder von Dresden„) und am 9. Oktober in Leipzig sind jedenfalls der Beginn des weiteren gewaltfreien Verlaufs der deutschen „Oktoberrevolution„.

Kundgebungen fanden in der Folgezeit zweimal auf dem Theaterplatz (vor der Semperoper) statt.

Später wurden diese Veranstaltungen an den Rand des Stadtzentrums, das damalige Ausstellungsgelände am heutigen Straßburger Platz, damals Fucik-Platz, (heute Standort der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen) und die Cockerwieseverlegt.

Der Altmarkt, der als zentraler Kundgebungsplatz in den 1950er Jahren eigens dafür wieder aufgebaut worden war, wurde nicht in Anspruch genommen.

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Theaterplatz mit der Semperoper und dem Denkmal König Johanns (Philalethes)

Demonstrationszüge im Herbst 1989 begannen dann regelmäßig am Altmarkt (Kreuzkirche), führten über die Augustusbrücke, die damals Georgi-Dimitroff-Brücke hieß, in die Innere Neustadt (Goldener Reiter), vorbei an der heutigen Staatskanzlei, damals Sitz des Rates des Bezirkes Dresden, über die Carolabrücke zurück auf die Altstädter Elbseite und dann zum Rathaus (wieder in der Nachbarschaft des Altmarktes).

Die Bezirksleitung der SED auf der Devrientstraße, heute zum Gebäudekomplex des Sächsischen Landtages gehörig, wurde nicht tangiert.

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Blick von der Kuppel der Frauenkirche zur Carolabrücke, links am Neustädter Elbufer die Staatskanzlei, im Vordergrund die Kuppel des Ausstellungsgebäudes der Kunstakademie („Zitronenpresse“), rechts hinten die Albertbrücke

Am 19.12.1989 kam es in Dresden zu einem Treffen zwischen Ministerpräsident Hans Modrow und Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl: Vertragsgemeinschaft oder Konförderation?

Am Nachmittag desselben Tages sprach Helmut Kohl vor etwa 100 000 Menschen an der Ruine der Frauenkirche am Neumarkt. Er bedankte sich für die friedliche Revolution.

Helmut Kohl: „Wir erleben, dass eine solche Umwälzung sich zum ersten Mal in der deutschen Geschichte so gewaltlos, mit so großem Ernst und im Geist der Solidarität vollzieht.“ Sein Ziel bleibe, „wenn die geschichtliche Stunde es zuläßt, die Einheit unserer Nation“.

Der Bundeskanzler: „Ich weiß, dass wir dieses Ziel erreichen können, und dass diese Stunde kommt, wenn wir gemeinsam dafür arbeiten.“
(Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 22.12.1989.)

Die Bevölkerung bereitete dem Bundeskanzler einen triumphalen Empfang.

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Blick vom Rathaus zum Neumarkt mit der Frauenkirche, dahinter die Augustusbrücke über die Elbe und das Blockhaus auf der Neustädter Elbseite

Nur drei Monate mußten vergehen bis zur Volkskammerwahl am 18.03.1990, die den Wahlsieg der Allianz für Deutschland (CDU, DSU und DA) mit über 5,5 Millionen Stimmen (47,79 Prozent) brachte.

Erster frei gewählter (und letzter) Ministerpräsident der DDR wurde der Berliner Rechtsanwalt Lothar de Maizière (CDU), der bis zum 03.10.1990, dem Termin des Beitritts der neuen Bundesländer zur Bundesrepublik Deutschland, einer Koalition aus CDU, DSU (Deutsche soziale Union), DA (Demokratischer Aufbruch), Liberalen und SPD vorstand.

Theologen erinnerten damals (zunächst sich selbst, dann andere) daran, dass schon das Volk des Alten Bundes vierzig Jahre durch die Wüste ziehen mußte, bis es das Land der Verheißung betreten durfte.

Andere besannen sich auf Psalm 126:

  1. Als der Herr des Los der Gefangenschaft Zions wendete, da waren wir alle wie Träumende.
  2. Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel.
  3. Da sagte man unter den anderen Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
  4. Ja, Großes hat der Herr an uns getan, da waren wir fröhlich.
  5. Wende doch Herr unser Geschick, wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland!
  6. Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.
  7. Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat.
  8. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.

Dauer Rundgang Zeitzeugnis 1989: ca. zwei Stunden.

Zur individuellen Absprache rufen Sie mich bitte einfach an: Tel. 49 (0) 351/471 32 24!

Literatur:

Bahr, Eckhard: Sieben Tage im Oktober, Aufbruch in Dresden, Leipzig, 1990,

Maaz, Hans-Joachim: Der Gefühlsstau, Psychogramm einer Gesellschaft, München, 2010,

Modrow, Hans: Aufbruch und Ende, Hamburg, 1991,

Modrow, Hans: Ich wollte ein neues Deutschland, 2. Auflage, Berlin, 1998,

Richter, Frank: Worte wachsen langsam: aus dem Herbst 1989, 2., veränderte Auflage, Dresden, 1998,

Richter, Michael: Die friedliche Revolution, Aufbruch zur Demokratie in Sachsen 1989/90, 1. Auflage, Göttingen, 2009,

Stadtbibliothek Dresden, Aufbruch 1989,

Starke, Holger (Hrsg. im Auftrag des Stadtmuseums Dresden): Keine Gewalt, Revolution in Dresden 1989, Dresden, 2009.

Wir treten aus unseren Rollen , Resolution von Mitgliedern des Staatsschauspiels Dresden vom 6.10.1989, verlesen nach der Abendvorstellung im Kleinen Haus der Staatstheater Dresden.