Radebeul, Lößnitz

Radebeul, Lößnitz

S-Bahn S 1 Dresden – Meißen-Triebischtal bis Radebeul-Ost oder -West, Straßenbahn Dresden, Linie 4, Richtung Weinböhla, Sächsische Dampfschifffahrt bis Radebeul, Elberadweg nur rechtselbisch (in Radebeul gibt es keine Elbfähre).

Südlich des Friedewaldes, in dessen Mitte die Moritzburger Kultur- und Teichlandschaft mit dem Jagdschloss Moritzburg und dem Fasanenschlösschen am Großteich geradezu „eingebettet“ liegt, nordwestlich sich unmittelbar an die Landeshauptstadt Dresden anschließend, befindet sich das fruchtbare Landwirtschaftsgebiet Lößnitz (der Name kommt vielleicht von ‚Löß‘ – fruchtbarer Boden – oder von altslaw. ‚Lesnica‘ – Waldbach) mit den seit spätestens dem 13. Jahrhundert zum Weinanbau genutzten Lößnitzhängen mit markanten Aussichtspunkten mit Ausblicken ins Elbland zwischen Dresden und Meißen, oberhalb der unmittelbar an Dresden angrenzenden Stadt Radebeul gelegen.

In Radebeul befinden sich (außer dem Karl-May-Museum mit der Villa Bärenfett und der Villa Shatterhand) reizvolle, zumeist in Zusammenhang mit dem Weinbau entstandene Ziele:

In Oberlößnitz unweit des Karl-May-Museums das Bennoschlösschen, in der Zeit zwischen 1580 – 1600 errichtet,

Schloss Hoflößnitz, das bedeutendste Baudenkmal der Region, um 1650 im Stile der Spätrenaissance von Ezechiel Eckardt erbaut, mit 80 Leinwandbildern in der Decke des Festsaales, exotische Vögel darstellend, von Albert Eyckhout, holländischer Hofmaler von 1653 – 63 in Dresden, der als Angehöriger der damals führenden Seefahrernation, der Niederländer, Überseeeindrücke von einer Südamerikareise 1636 – 44 mit nach Dresden gebracht hatte,

Radebeul Lößnitz

Schloss Hoflößnitz

In unmittelbarer Nachbarschaft von Schloss Hoflößnitz führt die Spitzhaustreppe (mit angeblich 365 Stufen, in Wirklichkeit sind es noch ein paar mehr) zur Gaststätte Spitzhaus und zum Aussichtspunkt Bismarckturm.

Radebeul Lößnitz

Rechts oben das Spitzhaus, in der Mitte der Bismarckturm

Weiter elbabwärts gelegen befindet sich das Staatsweingut Schloss Wackerbarth mit Schloss, kleinem Barockpark und barockem Belvedere. Das Schloss war 1727 – 29 von Johann Christoph Knöffel für den Generalintendanten des Bauwesens und Kommandanten der Festung Dresden, August Christoph Reichsgraf von Wackerbarth, errichtet worden.

Radebeul Lößnitz

Staatsweingut Schloss Wackerbarth

Oberhalb von Schloss Wackerbarth („Wackerbarths Ruhe“) liegen der Aussichtspunkt Jakobsstein und die Sternwarte Radebeul sowie das Berghaus Neufriedstein, 1771/72 errichtet.

Radebeul Lößnitz

Belvedere im Wackerbarthschem Weinberg, rechts oben Aussichtspunkt Jakobsstein

Unweit befindet sich weiterhin das Hohenhaus auf der Lößnitzhöhe, schon 1373 Sommersitz des Bischofs Konrad von Meißen, im 19. Jahrhundert im Besitz des Kaufmannns Berthold Thienemann, dessen drei Töchter die Brüder Georg, Carl und den Schriftsteller Gerhart Hauptmann geheiratet hatten.

Südwestlich liegt der ehemalige Ortskern von Kötzschenbroda, erst kürzlich saniert und hübsch anzuschauen, seit 1935 Ortsteil von Radebeul, mit der Friedenskirche, in deren Pfarrhaus Sachsen und Schweden den 30jährigen Krieg, der 1648 beendet worden war, für sich schon 1645 zu Ende gebracht hatten.

Der Tisch, auf dem damals die Unterschriften unter einem entsprechenden Vertragstext geleistet worden waren, existiert heute noch und ist in der Kirche ausgestellt. Die Kirche in Kötzschenbroda war 1477 – 1510 erbaut worden, 1884/85 war sie allerdings neogotisch verändert worden.

Ein Besuch in Radebeul läßt sich gut mit einem Ausflug nach Moritzburg verbinden (s. Angebotsseite „Moritzburg“), das ist jedenfalls angenehmer, weil weniger inhaltsreich und damit weniger zeit- und kraftaufwendig, als die Kombinationen Meißen – Radebeul oder Moritzburg – Meißen. (‚Meißen‘ genügt als Programm für einen Tag für sich allein völlig.)
Zwischen Radebeul-Ost und Moritzburg verkehrt die dampfbetriebene Schmalspurbahn Radebeul-Ost – Radeburg.

Für Aufenthalte in Radebeul sollten 2 Stunden + ‚x‘ veranschlagt werden.

Preise Stadtführungen Dresden:

Ich freue mich  auf Ihren Anruf! Tel.: 49 (0) 351/471 32 24.