Hermsdorf, Seifersdorf, Wachau

Schlösser und Parkanlagen in Hermsdorf, Seifersdorf und Wachau (bei Dresden)

Hermsdorf: Regionalbahn RB 33 Dresden – Ottendorf-Okrilla – Königsbrück bis Hermsdorf,

Dresdner Straßenbahn Linie 7 bis Weixdorf, dann Wanderung oder Fahrradtour auf ruhiger alter Fahrstraße (heute Feldweg) bis Hermsdorf,

Seifersdorf/Wachau: Bus 317 Radeberg – Grünberg/Medingen bis Seifersdorf oder Wachau (nur Mo – Frei)

Nördlich der Landeshauptstadt Dresden befindet sich zwischen Seifersdorf und Liegau-Augustusbad gelegen das Seifersdorfer Tal, durch einen Tornadoschaden 2010 leider schwer in Mitleidenschaft gezogen, inzwischen aber wieder, wenn auch mit Einschränkungen, zugänglich, in dem einer der schönsten und bedeutendsten Landschaftsparks Deutschlands Ende des 18. Jahrhunderts als romantischer „Garten der Empfindsamkeit“ angelegt worden war.

Initiatorin der Anlage war die Gartengestalterin und Schriftstellerin Jeanne Marguerite Christine von Brühl, genannt „Gräfin Tina“ (geb. 20./24.01.1756 in Maubeuge, Frankreich, gest. 3.5./.1816 in Berlin, beigesetzt in der Kirche in Seifersdorf), geb. Johanne Margarethe Christina Schleierweber, Gemahlin von Hans-Moritz von Brühl (1746 – 1811, Hans Moritz Christian Maximilian Clemens Graf von Brühl), dem vierten Sohn des Premierministers Friedrich Augusts II. (1696 – 1763, Kurfürst von Sachsen und König von Polen ab 1733), Heinrich Graf von Brühl (1700 -1763), dessen Namen die Brühlsche Terrasse in Dresden trägt.

Gäste der von Brühls in Seifersdorf waren auch Theodor Körner (der Dichter von „Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd“), Jean Paul, Caspar David Friedrich, Johann Gottfried Herder und der Dresdner Hofkapellmeister Johann Gottlieb Naumann.

Oberhalb des Seifersdorfer Tales schlafen zu unrecht und zu wenig beachtet drei bemerkenswerte Schloss- und Parkanlagen ihren „Dornröschenschlaf“:

Schloss und Schlosspark in Hermsdorf,
Renaissanceschloss aus dem 16. Jahrhundert, in der 2. Hälfte des 17.Jahrhunderts neu gestaltet, nach einem Brand 1729 von George Bähr, dem Architekten der Frauenkirche in Dresden, renoviert,

in Fragmenten erhaltene beeindruckende barocke Parkanlage mit Skulpturen, Wassergräben, Teichanlagen und einem teilweise mehrere Jahrhunderte alten Baumbestand,

Schloss und Schlosspark in Seifersdorf, Schloss erbaut 1530, 1822 neogotisch durch Karl Friedrich Schinkel umgestaltet,

Schloss und Schlosspark in Wachau, das Schloss ist ein festlicher Barockbau von 1730.

Fahrradtour von der Endhaltestelle der Straßenbahn Linie 7 in Dresden-Weixdorf, von Weixdorf nach Hermsdorf auf der reizvollen Hermsdorfer Allee, einer alten Fahrstraße, heute Forst- und Feldweg,

die Strecke von Hermsdorf nach Seifersdorf ist zur Zeit insofern etwas beschwerlich, da infolge der Sperrung des Seifersdorfer Tales vielbefahrene Straßen benutzt werden müssen oder eine ca. 9 km lange Strecke auf Wald- und Feldwegen in allerdings sehr angenehm ansprechender Landschaft genutzt werden muß, Straße von Seifersdorf nach Wachau.
– Unproblematisch, wenn ein Bus genutzt wird.

Entfernungen:
Weixdorf – Hermsdorf: 2,5 km,
Hermsdorf – Seifersdorf: ca. 6 km Straße oder (schöner und ruhiger) durch Wald und Felder ca. 9 km,
Seifersdorf – Wachau: ca. 2 km.

Dauer: ca. ein Nachmittag.

Preise Stadtführungen Dresden:

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