Über mich

  • Geboren 1962 in Dresden,
  • aufgewachsen im Haus des Dresdner Baukunsthistorikers Prof. Dr. Eberhard Hempel (1886 – 1967),
  • 1981 Abitur im kath. Norbertuswerk Magdeburg, Theologieaspirantur, ab Mitte der 1980er Jahre Mitarbeiter der damaligen Dresden-Information, Bereich Stadtbilderklärung/Stadtrundfahrt, Stadt- und Umgebungsführungen seither,
  • ab Mitte der 1990er Jahre Studium der Rechtswissenschaften an der TU Dresden, zugleich – und wie auch schon zuvor – intensive Beschäftigung mit Regionalgeschichte, Musikgeschichte, Baukunstgeschichte, allgemeiner und Geistesgeschichte,
  • seit 1977 Organist in Dresden.

Erich Kästner (1899 – 1974), der in Dresden geborene Schriftsteller, der seine Kindheit in der Dresdner Äußeren Neustadt gelebt und erlebt hatte, schreibt in seinen ‚Kindheitserinnerungen‘ „Als ich ein kleiner Junge war“ am Beginn des vierten Kapitels:

„Dresden war eine wunderbare Stadt, voller Kunst und Geschichte und trotzdem kein von sechshundertfünfzigtausend Dresdnern zufällig bewohntes Museum. Die Vergangenheit und die Gegenwart lebten miteinander im Einklang. Eigentlich müßte es heißen: im Zweiklang. Und mit der Landschaft zusammen, mit der Elbe, den Brücken, den Hügelhängen, den Wäldern und mit den Gebirgen am Horizont, ergab sich sogar ein Dreiklang. Geschichte, Kunst und Natur schwebten über Stadt und Tal, vom Meißner Dom bis zum Großsedlitzer Schlosspark, wie ein von seiner eigenen Harmonie bezauberter Akkord.“

Ich finde, Erich Kästner hat eine wunderbare Beschreibung geschaffen und dennoch irrt er: Er verwendet die Vergangenheitsform.

Sicher: die Verluste durch die Bombenangriffe 13./14. Februar 1945 und durch unnötige Ruinenbeseitigung in den 1950er Jahren („zweite Zerstörung Dresdens“) waren beachtlich – hier sollte aber auch an andere Zerstörungen, wie etwas schon im Siebenjährigen Krieg 1760 durch die Artillerie Friedrichs des Großen, gedacht werden.

Allerdings: so Vieles ist doch noch oder wieder da oder durch qualitätvolles Neues ersetzt worden: die Landschaft, die Elbe, die Brücken, die Elbhänge rechts und links des Stromes, der Friedewald in Moritzburg und die Dresdner Heide, die Ausblicke ins Erzgebirge und in die Sächsische Schweiz, der Zwinger, die Semperoper, die Kathedrale (ehemalige Hofkirche), die Brühlsche Terrasse, die Kreuzkirche und die Frauenkirche, das Schloss und der Schlosspark in Pillnitz und die reichhaltigen Sammlungen in den staatlichen und städtischen Museen und kirchlichen Ausstellungen der Elbanliegerstädte Meißen, Radebeul, Dresden, Pirna, Königstein/Sächsische Schweiz und Bad Schandau.

Blick vom Jüdenhof Richtung Neumarkt mit der Frauenkirche

Blick vom Jüdenhof Richtung Neumarkt mit der Frauenkirche

„Geschichte, Kunst und Natur“ sind in „Stadt und Tal“ (E. Kästner) noch immer erleb- und erfahrbar, noch immer vom Meißner Dom bis zum Großsedlitzer Schlosspark in einer nunmehr über 1000jährigen Kulturlandschaft von Meißen im Westen bis Pirna und der Sächsischen Schweiz im Südosten, ein ca. 45 km langes Städteband entlang der Elbe, in dessen Zentrum die sächsische Landeshauptstadt Dresden liegt.

Dresden, Altstadtansicht, Blick von der Marienbrücke elbaufwärts Richtung historische Innenstadt (Innere Altstadt), links im Vordergrund das Elbufer an der Inneren Neustadt, links im Hintergrund die Augustusbrücke über die Elbe, dahinter auf der Altstädter Elbseite die Kuppel der Frauenkirche am Neumarkt, in der Bildmitte das Neue Ständehaus am Schlossplatz, rechts daneben die Kathedrale Ss. Trinitatis (ehemalige Katholische Hofkirche), dahinter der Turm des Neuen Rathauses, rechts von der Kathedrale der Hausmannsturm des Dresdner Residenzschlosses, daneben, klein erscheinend, der Turm der Kreuzkirche am Altmarkt, ganz rechts, wie ein antiker Tempel anmutend, das Bühnenhaus der Semperoper am Theaterplatz – die abgebildeten weltberühmten Bauwerke der Dresdner Innenstadt befinden sich alle auf einer Fläche von nur rund 600 Quadratmetern

Die einzigartige Verbindung von „Geschichte, Kunst und Natur“, von Erich Kästner „wie ein von seiner eigenen Harmonie bezauberter Akkord“ anrührend beschrieben, vermag zugleich die Musikstadt Dresden ins Bewußtsein zu rufen:

Dresden als Wirkungsstätte solch bedeutender Komponisten und Musiker wie Heinrich Schütz, Jan Dismas Zelenka und Johann Adolph Hasse, Johann Sebastian Bach und Wilhelm Friedemann Bach, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, Richard Strauss, Rudolf Mauersberger und Herbert Collum, Heimat von Klangkörpern von Weltrang: der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Ensemble der Sächsischen Staatsoper Dresden, der Dresdner Philharmonie, dem Dresdner Kreuzchor und den Dresdner Kapellknaben.

Die Semperoper am Theaterplatz

Der Dresdner Kunsthistoriker und Universitätsprofessor Heinz Quinger, lange Zeit auch in der Lehrerausbildung tätig, schreibt in seinem Dumont-Kunstreiseführer: „Dresden und Umgebung, Geschichte, Kunst und Kultur der sächsischen Hauptstadt“ (6., aktualisierte Auflage 2011, DuMont Reiseverlag, Ostfildern, S. 7):

„Im Osten liegt die attraktive Felsenwelt des Elbsandsteingebirges, auch Sächsische Schweiz genannt, im Süden das Erzgebirge, und im Nordwesten weitet sich das Elbtal zur Lößnitz, dem ’sächsischen Nizza‘, einem der nördlichsten Weinanbaugebiete Europas. Diese landschaftlichen Schönheiten umrahmen die Stadt wie eine edle Fassung eine wertvolle Perle.“

Sächsische Schweiz (Elbsandsteingebirge), Blick zur Basteibrücke, dahinter der Lilienstein

„Das breite Band der Elbe druchzieht als Hauptorientierung die Stadt von Südost nach Nordwest und lädt auf den Schiffen der Sächsischen Dampfschifffahrt zu einem Ausflug auf dem Wasser ein. Ein Besuch der Stadt lohnt zu jeder Jahreszeit. Dresden ist mehr als nur eine Reise wert.“

Blick über die Elbe von der Altstädter Elbseite zum Dresdner Elbhang in Dresden-Loschwitz mit Schloss Albrechtsberg, auf der Elbe Personendampfer „Stadt Wehlen“ der Sächsischen Dampfschifffahrt

Heinz Quinger fährt fort (S. 54):

„Im Jahre 2006 beging Dresden seine 800-Jahr-Feier. Bis dahin waren die hauptsächlichen Narben der Zerstörung und eines z. T. fehlgeleiteten Wiederaufbaus verschwunden, sodass Dresden wieder einen Platz unter den berühmten Kunststätten Europas vollberechtigt einnehmen kann.

Herder sagte in seiner Zeitschrift >Adrastea< 1802: >Blühe, deutsches Florenz, mit deinen Schätzen der Kunstwelt.< Das erhoffen auch heute alle Freunde dieser Stadt. Die Bezeichnung ‚Elbflorenz‚, die vom Glanz des Vergleiches lebt, ist eigentlich unnötig, nicht Florenz sei Legitimation für diese Stadt, sondern sie selbst, als Dresden an der Elbe in Sachsen.“

Der Zwinger zu Dresden, Langgalerie und Kronentor auf der Mauer der Festung Dresden, davor der Zwingergraben

Ich bin froh und dankbar dafür, dass es mir immer wieder gelingt, in diesem Sinne und aus diesem Geiste in meinen Zuhörern und Begleitern gleichsam eine Saite zum Mitschwingen zu bringen, am liebsten, wenn dies in wechselseitiger Interaktion gelingt, dann profitieren alle Beteiligten, auch ich selbst, immer wieder von dem Erlebten und Erarbeiteten.

In diesem Sinne hoffe ich und freue ich mich darauf, Sie in Dresden begrüßen und durch diese einmalige ‚Kulturlandschaft‘ begleiten zu dürfen!

Die Angebote/Programmbausteine in der Angebotsliste/Angebotsleiste am linken Rand meiner Seite sind dabei nur als Vorschläge bzw. Anregungen zu verstehen. Sehr gern können wir im Gespräch, am Telefon oder auch per Mail ein ganz individuelles Programm erstellen, das Ihren Wünschen und Interessen entspricht. Oft kommt es so zu äußerst interessanten und individuellen Varianten!

Sie erreichen mich auch unter Tel. Nr.: 49 (0) 351 471 32 24. Ich freue mich auf Ihren Anruf oder eine Mail von Ihnen!

Feste Geschäftszeiten habe ich nicht. Sie erreichen mich ‚live‘, wenn ich nicht unterwegs bin (sonst wenigstens den Anrufbeantworter), gern auch am Abend. Mails beantworte ich an Werktagen in der Regel binnen maximal 24 Stunden.

Auf Wunsch spiele ich im Rahmen von Besichtigungsprogrammen auch gern für Sie an einer der Orgeln in Dresden, so etwa an der 1997 geweihten Orgel von Kristian Wegscheider in der Loschwitzer Kirche (1705 – 08 erbaut) von George Bähr, dem Architekten der Frauenkirche, oder im Dresdner Umland, nicht aber in der Frauenkirche, der Kathedrale (Katholische Hofkirche) und der Kreuzkirche. Veranstaltungstermine dort können Sie aber bitte den genannten Seiten entnehmen.

Orgelkonzerte auf der Festung Königstein.

Ihr Michael Eberhard Frenzel

Konzertvorbereitung an der Wegscheider-Orgel in der Kirche zu Dresden-Loschwitz im Rahmen eines Zwei-Tages-Programmes (Rundgang Innere Altstadt, Rundgang Innere und Äußere Neustadt, Schlosspark Dresden-Pillnitz, Loschwitz), es erklangen am 10.05.2014 Werke von Louis Marchand, ‚Hofcompositeur‘ Johann Sebastian Bach, dem Organisten der Sophienkirche Wilhem Friedemann Bach und in memoriam Kreuzorganist Prof. Herbert Collum (geb. 1914)